Die Wirtschaft der neuen Bundesländer steht auch dank Tesla, CATL & Co. vor kräftigen Wirtschaftsimpulsen. „Die Wende-erprobten Ostdeutschen sollten mit Blick auf die Erfordernisse 2050 jetzt beispielgebende Strukturen aufbauen“, regt Zukunftslotse Thomas Strobel an. Der Münchner Experte plädiert im Zuge der Regionalentwicklung für die modellhafte Transformation in vorausschauend gestalteten Zukunftswirtschaftszonen (ZWZ).Zukunftslotse Thomas Strobel stellt fünft Zukunftsfragen.

Zukunftsfrage 1: Lassen sich rechtzeitig Konzepte entwickeln, die einen auslaufenden Braunkohletagebau als vorhandene Baugrube für einen Cluster mit Zukunftsindustrien nutzen, anstatt die zerstörte Landschaft nur mittelmäßig zu renaturieren?

Zukunftsfrage 2: In welchen dünn besiedelten Gebieten sollten Precision Farming mit Agrarrobotern und 5G-Netzen so verbunden werden, dass die Felder ohne schädlichen Chemieeinsatz automatisiert und zeitlich gestaffelt bewirtschaftet werden können, um einen möglichst hohen Anteil regionaler und saisonaler Produkte zu erzeugen?

Zukunftsfrage 3: Wo wird der Startpunkt für eine nachhaltige und gesunde Ernährung gesetzt, die wir morgen brauchen werden; mit Lösungen, die wir auch zum Nutzen von 7,5 bis 10 Mrd. Menschen exportieren können?

Zukunftsfrage 4: Wo und wann werden Themen wie lokale und nachwachsende Rohstoffe, nachhaltige Produkte, Design-to-Recycle, Cradle-to-Cradle in der Praxis raumgreifend umgesetzt, damit sie als wichtige Bausteine einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft bis 2050 erfahrungsbasiert breit nutzbar sind?

Zukunftsfrage 5: In welchen Städten oder Stadteilen sollen mit einer zukunftsfähigen Stadt- und Quartierentwicklung frühzeitig den Weg nach 2050 eingeläutet werden, damit die Bauindustrie mit Hilfe neuer Materialien wie Textilbeton und neuer Planungsverfahren wie BIM schrittweise so revolutioniert wird, dass auf diese Weise smarte und update-fähige Gebäude mit weniger Ressourceneinsatz und flexiblerer Nutzbarkeit für Wohnungen, Büros, Praxisräume entstehen können?

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