Der Osteuropa-Historiker Philipp Ther könnte der neue Präsident der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) werden. Darauf hat sich eine Findungskommission an der Europa-Universität in der vergangenen Woche geeinigt, wie es in einer Mitteilung der Universität vom Dienstag hieß. Das Gremium schlägt den Professor der Universität Wien als einzigen Kandidaten zur Wahl vor. Die Wahlversammlung – bestehend aus Stiftungsrat und Senat der Europa-Universität Viadrina – kommt voraussichtlich im Herbst 2022 zusammen. Eine Neuwahl ist nötig, da die derzeitige Präsidentin der Europa-Universität, Julia von Blumenthal, im Oktober 2022 als Präsidentin an die Humboldt-Universität zu Berlin wechselt.
Philipp Ther ist nach Angaben der Universität auch ausgewiesener Transformationsexperte. Seit 2010 ist er Professor für Geschichte Ostmitteleuropas an der Universität Wien. Dort hat er außerdem das Forschungszentrum für die Geschichte von Transformationen (RECET) gegründet und ist stellvertretender Leiter der Forschungsplattform Transformations and Eastern Europe. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Transformationen seit den 1980er-Jahren, Migration und Flucht in Europa, sowie Musik und Geschichte. Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen. Unter anderem erhielt er 2019 den Wittgenstein-Preis des österreichischen Wissenschafts-Fonds, 2015 den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse.

 

 

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