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Der MPW ist der führende Presse- und Wirtschaftsclub der Hauptstadt und wurde 1990 als Diskussionsforum für Journalisten, Politiker und Wirtschaftsvertreter gegründet. Das Forum für Medien, Politik und Wirtschaft führt regelmäßig Veranstaltungen zu aktuellen und wirtschaftlichen Themen durch.

Am 8. April fand im Capitalclub am Gendarmenmarkt die zweite Montagslounge in diesem Jahr statt. Ein knappes Dutzend Unternehmer, Freiberufler und leitende Angestellte von Berliner Unternehmen waren der Einladung des MPW e.V. gefolgt und diskutierten bei Köstlichkeiten aus Küche und Keller über die Frage …

In Zeiten politischer Korrektheit –
Ein Leben auf dünnem Eis oder können wir noch konstruktiv streiten?

Auf die Einladung eines Experten wurde verzichtet, was sich angesichts der erregten Diskussion als richtige Entscheidung herausstellte. Ausgangspunkt bildete der shitstorm gegen die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, die wegen einer Büttenrede anlässlich des rheinischen Karnevals stark kritisiert wurde. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Teilnehmer (von Unternehmenspressesprechern über Redakteure bis hin zum einer approbierten Psychologin) wurden die verschiedensten Facetten des Themas angesprochen. Einigkeit bestand darin, dass sich in unserer eigentlich sehr aufgeklärten Gesellschaft derzeit wieder „Tabuthemen“ manifestiert haben, die dem Ideal einer offenen und toleranten Gesellschaft zuwiderlaufen. Mit diesen Tabus gehe zwar jeder anders um, aber es ist auch offensichtlich, dass insbesondere Unternehmer aus Furcht vor wirtschaftlichen Nachteilen, häufig darauf verzichten, am öffentlichen gesellschaftlichen Disput teilzunehmen. Die Liste der Tabuthemen ist dabei sehr lang und reicht von Fleischessern, Dieselfahrern, „falschen“ Indianerkostümen bis zu Transgenderwitzen. Gegen Tabus hilft aber nur, offen darüber zu reden. Die Montagslounge verfolgt genau dieses Ziel. Mit einem edlen Rebensaft, und der einmütigen Einsicht, dass wir alle uns mehr in die öffentliche Diskussion einbringen sollten, klang der Abend aus, nicht ohne die Beteuerung, diesen in der Zukunft zu wiederholen.